Picta Kill – mit verhaltensmanipulierenden Duftstoffen gegen Schadorganismen

In diesem Jahr wurde ein Forschungsvorhaben mit Namen „Picta Kill“ genehmigt, in dem mit Duftstoffen gegen Schadorganismen vorgegangen werden soll. Besonders auf Vektoren, wie dem Sommerapfelblattsauger, Cacopsylla picta, hat man es abgesehen. Dieser überträgt die Apfeltriebsucht, eine Phytoplasmose, die durch zellwandlose Bakterien hervorgerufen wird.

Man verfolgt nun die Möglichkeit entweder den Schaderreger abzuschrecken, oder ihn mit Hilfe der Duftstoffe mit todbringenden insektenpathogenen Mikroben in Kontakt zu bringen. Beide Prozesse ließen sich derart kombinieren, daß man die Insekten auf der einen Seite mit Hilfe von Duftstoffen von einem Objekt abhält und dann zum attraktiven Duftstoff mit den tödlichen Mikroben geleitet. Das Projekt wird durch die folgenden Institutionen/Partner präsentiert: Julius-Kühn-Institut, Dossenheim,  Fachhochschule Bielefeld, Insect Services GmbH, Berlin, BIOCARE GmbH, Einbeck.

Cladosporium uredinicola – ein neuer Pilz an Prunus laurocerasus

In Niedersachsen hat man den als Hyperparasiten eingestuften Pilz, Cladosporium uredinicola, an Prunus laurocerasus nachgewiesen. Er hat sich auf Podosphaera tridactyla, dem Echten Mehltaupilz an Lorbeerkirschen eingenistet. Während die Mehltaupilze nur für Blattaufwölbungen verantwortlich zeichnen und in der Folge zu blattunterseitigen Epidermisnekrosen führen, hat man Cladosporium in tieferen nekrotischen Schichten nachgewiesen, so daß man diesem Pilz nunmehr größere Nekrosen an den Pflanzen zuschreibt.

Von Seiten der Beratung wird zur Vermeidung des Eindringens des Hyperparasiten eine Bekämpfung des Echten Mehltaus mit den derzeit zugelassenen Mitteln (Ortiva, Score, VitiSan, Collis, Flint, Luna Sensation, Schwefel) empfohlen.

 

Quelle: BUTIN, H., T. BRAND (2017): An Kirschlorbeer tritt ein neues Schadbild auf. Deutsche Baumschule 06, 36-37.

Bienen sind wichtiger als Dünger

Die Existenz der Menschheit von der Anwesenheit der Bienen abhängig zu machen, ist mittlerweile schon anerkanntes Wissen. Kurz gesagt: „Ohne Bienen läuft nichts“. Amerikanische und deutsche Wissenschaftler weisen den Bienen eine Schlüsselrolle in der Bestäubung zu.

Die Wissenschaftler um die Freiburgerin Prof. Dr. Alexandra Maria Klein bestäubten Bäume von Hand und setzten sie unter Streß, indem sie die Wasser- und Düngergaben manipulierten. Per Hand bestäubte Bäume produzierten die meisten Nüsse, die jedoch sehr klein waren. Ein Baum, der nicht bestäubt wurde, produzierte nur wenige, dafür aber umso größere Früchte. Bäume, die durch Bienen bestäubt wurden, erwirtschafteten im Vergleich bis zu 200% mehr Erträge.

Aufgrund ihrer Versuche, vermuten die Wissenschaftler, daß Bäume, die unter Wasser- oder Düngerstreß gesetzt werden, dies kompensieren können. Eine mangelhafte Bestäubung ist jedoch nicht zu kompensieren.

Weitere Informationen unter:

http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2014/pm.2014-06-10.50-en

  • Klein, A.M., Hendrix, S.D., Clough, Y., Scofield, A., Kremen, C. 2014. Interacting effects of pollination, water and nutrients on fruit tree performance. Plant Biology, online first, DOI:10.1111/plb.12180
  • Brittain, C., Kremen, C., Garber, A., Klein, A.M. 2014. Pollination and plant resources change the nutritional quality of almonds for human health. PLoS ONE 9: e90082. DOI:10.1371/journal.pone.0090082

Neues Bärlauch Etikett erstellt

Für unseren Kunden, Karl Gerstenlauer, Veitsbronn, konnten wir das alte Etikett (rechts) erfolgreich überarbeiten und mit einem attraktiveren Design versehen.

Linke Seite: neues Design von hortiservice. Rechts: Design des Mitbewerbers

 

Eine Spezialität neben der konventionellen Produktion von Hedera helix ist für Gerstenlauer die Kultur von Allium ursinum. Bereits seit Jahren ist das Unternehmen mit dieser Kultur über die bayerischen Grenzen hinweg bekannt.

 

Physalis – ich bin essbar

Die oftmals in Staudenbetrieben erhältliche Physalis peruviana, besser bekannt als Lampionblume, glänzt im Sommer nicht nur mit ihren ballonartigen Fruchtkelchen hervor, sondern die eigentliche Frucht ist auch essbar. Der bayerische Gärtnereiverband hat unter dem Namen „Picola – die prickelnde Perle` diese Frucht zum Gemüse des Jahres erkoren.

In einem Flyer werden auf die Vorzüge der Andenbeere hingewiesen und Rezepte mitgeteilt. Weitere Infos unter:

www.gemuese-des-jahres.de

Neue Orchideen braucht das Land

Wer kennt sie nicht. Phalaenopsis und Miltonien sind zwei der häufigsten Orchideengattungen, die man in den diversen Märkten antreffen kann. Darüber täuschen diese zwei bis vier Gattungen darüber hinweg, wie viele Orchideenarten es tatsächlich gibt und sich sehr gut für die Fensterbankkultur eignen würden.

Zu meiner Freude hat die Firma Hassinger Orchideen zwei neue Sorten im Programm. Oerstedella centradenia ist eine von ihnen. Die aus Costa Rica und Panama kommende Orchideen weist einen bambusähnlichen Wuchs auf. Wie die meisten Orchideen möchte sie nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein.

Gomesa radicans ist die zweite Orchidee im Bunde, die aus Brasilien stammt. Sie sollte etwas kühler stehen als Oerstedella bei ca. 20°C im Sommer und 16°C im Winter.

Die Düngung sollte bei beiden Arten mit niedriger Dosierung vorgenommen werden. Die Pflanzen sind in guten Fachgeschäften erhältlich. Ihr Fachhandel vor Ort, kann diese Pflanzen sicherlich auch schnell besorgen.

Hassinger Orchideen, Straßenmühlweg 1a,65199 Wiesbaden, www.hassinger-orchideen.de